Immerhin!
Häuser
und Containerwohnungen – siehe o.s. Videos -...
...für Vulkanopfer sind fast bezugsfertig.
Vielleicht werden ja zumindest die Holzhäuser, wenn sie nicht mehr für die
Geschädigten gebraucht werden, als preiswerte Wohnungen zur Dauermiete
weiterverwendet. Mit etwas Wille und Geschick könnte das Drumherum mit
Pflanzkübeln oder Beeten und Sträuchern wohnlich gestaltet werden. DAS würde
sicher vielen Menschen gefallen. Sie aber nach der Opferhilfe wieder abzureissen,
was ja angedacht ist, halte ich für superblöde Verschwendung von Geld und
Materialien. Man wird sehen.
Was Anderes sind die Container-Behausungen. Die eignen sich allerhöchstens
als Mobilhomes für Urlauber. Allerdings müsste man dann auch dort die
Außenanlage schwer aufpeppen. Dass aber jemand in Los Llanos einen
Camping-Urlaub machen möchte, sehe ich eher nicht. Aber man könnte sie ja auf
einem Campingplatz später installieren. Auch hier gilt: Schau mer mal.
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31.05.2023
Zusätzliche
Hilfe in Höhe von 30.000 Euro...
...erreicht 284 betroffene Familien für den Verlust von Wohnraum. In der
vergangenen Woche gab die Kanarische Regierung die Auszahlung in Höhe von
1.039.960 Euro an 38 Familien bekannt, die von der totalen Zerstörung ihrer
Häuser durch den Vulkanausbruch betroffen sind. Die Auszahlung der 38 neuen
Zuschüsse erfolgt direkt auf die Girokonten dieser Familien. Am vergangenen
Donnerstag wurde ein weiterer Beschluss veröffentlicht, mit dem eine
zusätzliche Beihilfe in Höhe von 594.808 Euro weiteren 24 Familien zugute
kommt, sobald die gesetzliche Frist von fünf Tagen verstrichen ist, falls
jemand auf den Zuschuss verzichten möchte.
Insgesamt hat das Kanarische Institut für Wohnungswesen bereits 284
Familien auf La Palma eine zusätzliche Hilfe in Höhe von 8.007.461 Euro
gezahlt, welche seit März letzten Jahres ausgezahlt wird. Diese vom
Regionalministerium geförderte Maßnahme ergänzt die vom Staat gewährte Beihilfe
zur Behebung der durch den Vulkanausbruch verursachten Verluste von bis zu
60.480 Euro zur Linderung der Schäden an den Häusern der betroffenen Familien.
24.12.2022
Übergabe
der letzten Modulhäuser in Los Llanos
Die Abteilung für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnungsbau der
Kanarischen Regierung übergab am Mittwoch an weitere 27 Familien in der
Gemeinde Los Llanos de Aridane die neuen Modulhäuser, die zur Behebung der
durch den Ausbruch des Vulkans in der Cumbre Vieja auf La Palma verursachten
Wohnungsnot gekauft wurden. Mit diesem Fertighäusern schließt das
Regionalministerium die Lieferung dieser Art von Häusern in der Gemeinde Los
Llanos an Familien ab.

Die Regierung hat insgesamt 126 modulare Häuser für Familien, die durch den
Vulkan ihr Zuhause verloren haben, erworben und installiert. Diese Häuser
wurden bereits sowohl in der Gemeinde Los Llanos de Aridane als auch in El Paso
übergeben.

26.11.2022
Spanische
Regierung La Palma 12 Millionen Euro zur Verfügung
Der Ministerrat hat an diesem Dienstag die Gewährung eines Zuschusses von
bis zu 50% der Kosten zur Finanzierung
der Reparatur, der Wiederherstellung und des Wiederaufbaus von Infrastrukturen
und Einrichtungen genehmigt. Es handelt sich dabei um eine Liste von 17
Infrastrukturen, Ausrüstungen, Anlagen und Dienstleistungen mit einem
geschätzten Betrag von 24,3 Millionen Euro. Der gewährte Zuschuss beläuft sich
somit auf 12,1 Millionen Euro.
12.11.2022
EU
bewilligt 9,5 Millionen Euro Hilfe für die Vulkanschäden auf La Palma
Die EU-Finanzminister haben am Dienstag beschlossen, ihren Jahreshaushalt
zu ändern und Spanien nach dem Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja im September
2021, der massive Schäden auf La Palma verursacht hat, mit 9,5 Millionen Euro
zu unterstützen. Hiervon wurde an die Behörden im Mai 2022 bereits ein
Vorschuss von 5,4 Millionen Euro gezahlt. Dieser Betrag ist Teil eines
Gesamtbetrags von 718 Millionen Euro, der sieben Mitgliedstaaten zur
Bewältigung von durch Naturkatastrophen verursachte Schäden zur Verfügung
gestellt wird. Die spanischen Behörden schätzen den direkten Schaden auf
insgesamt 862,7 Millionen Euro.
Tja, wenn DAS tatsächlich "nur" 718 Millionen sind, keine
Milliarden, ist das eine ziemlich läppische Summe, wenn man bedenkt, dass bei
anderen Anlässen sofort Hunderte von Milliarden anstehen...
12.11.2022
Gesplan
(Gestión y
Planeamiento Territorial y Medioambiental –
vergleichbar mit
einem Umweltministerium)
entfernt Asche von mehr als 722 Häusern, 112 landwirtschaftlichen
Grundstücken und 295 Infrastrukturen. Das Unternehmen hat von Januar bis heute
722 Häuser, 112 Bauernhöfe, 295 Infrastrukturen und 50 Kilometer Wege auf der
Insel La Palma von der Asche befreit. Zu diesem Zweck wurden 865 Personen
direkt eingestellt sowie zahlreiche Unternehmen, die meisten davon aus La
Palma, unter anderem für die Lieferung von Material und Dienstleistungen. Diese
Initiative zwischen der staatlichen Arbeitsverwaltung (SEPE) und der Autonomen
Gemeinschaft der Kanarischen Inseln sieht Investitionen in Höhe von 24,5
Millionen Euro im Laufe dieses Jahres vor.
05.11.2022
In
den letzten Monaten
hat das Kanarische Institut für Wohnungswesen (ICAVI) die
Erschließungsarbeiten auf den Grundstücken und die Montage von 121 modularen
Häusern durchgeführt, die zur Behebung der durch den Vulkanausbruch
verursachten Wohnungsnot erworben wurden. 85 dieser Häuser sind aus Containern
und 36 aus Holz gefertigt und werden in El Paso und Los Llanos de Aridane
aufgestellt. In El Paso stehen die 36 Holzhäuser kurz vor der Fertigstellung,
während in Los Llanos de Aridane die elektrischen Anschlüsse von 44 modularen
Containerwohnungen in Arbeit sind und weitere 41 auf einem angrenzenden
Stockwerk montiert werden.
Darüber hinaus hat das Regionalministerium entweder über Icavi (Instituto
Canario de Vivienda) oder das staatliche Unternehmen Visocan weitere 140
bereits gebaute Wohnungen in den Gemeinden Tazacorte, Fuencaliente, Los Llanos
und El Paso erworben und übergeben. Visocan arbeitet auch immer noch an der
Renovierung eines kürzlich erworbenen Gebäudes mit 40 Wohnungen in Breña Baja,
um weiteren 40 Familien eine Unterkunft zu bieten (siehe weiter unten). Insgesamt sind es 306 Wohnungen.

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Die
Küstenstrasse
Die Bauarbeiten der Phase I der neuen Küstenstrasse, die mit einem Budget
von 31 Millionen Euro zuzüglich 9 Millionen Euro für Entschädigungen, also
insgesamt 40 Millionen Euro, ausgestattet sind gehen voran. Nach den
Berechnungen könnten die Arbeiten, die im vergangenen März begannen, im April
2023 abgeschlossen werden. (schau mer mal)



Studien der Alternativen für die Ausführung von Phase II der gleichen
Strasse, für eine Strecke von etwa 900 Metern, die die Phase I mit Tazacorte
verbindet, für die es bereits fünf Optionen gibt, sind bereits abgeschlossen.
Ziel ist es, einen Konsens über die praktikabelste Option zu erzielen, die die
geringsten Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Flächen hat.
Der Abschnitt 1 der Küstenstrasse ist etwa 4,5 Kilometer lang und verbindet
Las Norias mit Tazacorte. Es handelt sich um eine zweispurige Strasse mit einer
Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Zusätzlich zu dieser Strasse
werden mehrere Quer- und Parallelstraßen gebaut, um den Zugang zu den Grundstücken
zu ermöglichen, die mitten in den Lavaströmen stecken, um den Landwirten den
Zugang zu ihren Arbeitsplätzen zu erleichtern.
03.11.2022
Noch
im November
sollen in Los Llanos und in El Paso insgesamt 80 neu aufgestellte Häuser
übergeben werden. Bis Jahresende sollen weitere 86 Häuser dazu kommen, was die
Summe aller neu aufgestellten Häuser / Wohnungen auf 306 erhöhen würde. Der
Zeitplan für November sieht für den 14. die Übergabe von modularen Häusern in
Los Llanos und für den 22. die Übergabe von Holzhäusern in El Paso vor. Dazu
kommen Mietzuschüsse für über 500 Familien, welche in diesem Jahr einen Betrag
von 1,4 Mio Euro veranschlagen und welche im Jahr 2023 auf 2,3 Millionen Euro
erhöht werden sollen.
20.09.2022
Es
ist wohl doch wie überall.
Was anfangs recht gut aussah, ist nun doch arg ins Stocken geraten:
Der Aufbau von Ersatzwohnungen für die Vulkanopfer. Dass es vielleicht doch
etwas länger dauert, als gehofft, ist noch verkraftbar, aber wenn ich mir die
neuesten Bilder der Container-Behausungen ansehe - von Wohnungen kann man
wirklich nicht sprechen -, die man so ganz und gar schmucklos irgendwo in die
Botanik stellt, wäre ICH als Betroffener froh, wenn ich weiterhin im
Princess-Hotel weilen dürfte.
Sicher, da fehlt das ganze private Umfeld, aber in so einer Blechbüchse
will man nicht leben. Derzeit dürfte es tagsüber unerträglich heiss sein, und
im "Winter" - dort wo sie sich befinden - wird es, besonders nachts,
richtig kalt. Und tritt man ins Freie... was für ein trostloser Anblick. Das
hat diesen armen Menschen jetzt gerade noch gefehlt.

Wie man es schon aus DE kennt/kannte, sind jetzt schon die Profilneurotiker
aller Parteien ausschließlich damit befasst, zu versuchen, ihre ganz
persönlichen Vorteile aus dem ganzen Dilemma zu ziehen und entsprechend werden
dann wichtige Entscheidungen schlicht verlabert.
Auch dass momentan die Mieten explodieren nimmt keine dieser Nasen mal zum
Anlass, richtig auf die Barrikaden zu gehen, um diese
"Kriegsgewinnler-Mentalität" nicht nur anzuprangern sondern
auszubremsen. Selbst auf so einem kleinen Inselchen tritt niemand den wenigen
asozialen, geldgierigen Bonzen mal so richtig in den Arsch. Hier, wie überall
sonst auf der Welt, sind es wieder nur solche Bastarde, die das Gros der
Bevölkerung, aus vollkommen sinnloser Gier, mitleidlos in die Armut schicken.
Es
formiert sich Widerstand. Ich bin gespannt, ob der erfolgreich sein wird.

„Schau
her! Ich lade dich zu mir ins Containerhaus ein!“

„Mach`,dass
die Stille ein Aufschrei werde!“
Wir
sind alle Betroffene!

31.08.2022
Die Fertighäuser, die die kanarische Regierung für die Vulkanopfer in der
Gemeinde El Paso baut, schreiten in der Ausführung voran und sind teilweise,
zumindest äußerlich, bereits montiert.

Insgesamt werden auf diesem Grundstück in der Straße Antonio González
Suárez 36 Häuser in Fertigbauweise errichtet.
24.08.2022
Römischer
Mörtel aus Vulkanasche zur Stabilisierung der Strasse La Laguna-Las Norias

Für den Bau der Straße zwischen La Laguna und Las Norias mussten bislang
350.000 Kubikmeter Material für den Bau der verschiedenen Böschungen und
Aufschüttungen abgetragen / bewegt werden. Das Ergebnis ist eine 20 Meter
breite Strasse. Mehr als 100 Arbeiter und 60 Maschinen haben dies in weniger
als fünf Monaten möglich gemacht, auch dank der Karten der Wissenschaftler, die
es ermöglichten, die Strasse ohne Probleme anzulegen. Die Strasse soll
zukünftig 24 Stunden am Tag befahrbar sein und es wird daran gearbeitet, eine
Nachtbeleuchtung und einen Sicherheitszaun zu installieren.
Nach nun 21 Tagen der Öffnung der Strasse werden Tests mit stabilisiertem
Boden, dem so genannten "Römischen Mörtel", durchgeführt. Für diese
Tests werden verschiedene Materialien verwendet werden, wie Branntkalk und
hydraulischer Kalk, Salzwasser (Sole aus den Entsalzungsanlagen) und Asche aus
dem Vulkan in der Cumbre Vieja selbst. (Offizieller Name des Neuen: Tajogaite)
Dieser Materialmix wurde vor über 3000 Jahren allerdings schon von den
Phöniziern erfunden und von den Römern für alle möglichen Anwendungen
perfektioniert. Er ist hitze- u. wasserfest und hochstabil, siehe Colosseum,
Aquaedukte, Porta Nigra u.v.m., und an Vulkanasche wird`s für die nächsten
Jahrzehnte hier wohl nicht mangeln...
Es ist beabsichtigt, die Strasse, zumindest streckenweise, mit besagtem
Belag, dem "opus caementicium", zu versehen, da wegen der teilweise
noch sehr hohen Temperaturen eine Asphaltdecke nicht überall infrage kommt.
Hätte man doch bloß die deutschen Autobahnbrücken auch schon damit
erbastelt...
07.08.2022
Das
Unternehmen Gesplan,

das dem Regionalministerium für den ökologischen Übergang, für den Kampf
gegen den Klimawandel und die Raumplanung der Kanarischen Regierung untersteht,
hat im Rahmen der Arbeiten die durch den Beschäftigungsplan „Emergencia Volcán
La Palma" durchgeführt wurden, von Januar bis heute 413 Häuser, 91
landwirtschaftliche Grundstücke und 145 Strassen und Zufahrtswege zu Häusern
und landwirtschaftlichen Betrieben von der Asche befreit.
02.08.2022
Ein
"großer Schritt" in Richtung Normalität

Die Straße zwischen La Laguna und Las Norias wird in zwei Richtungen für 15
Stunden pro Tag geöffnet. Fünf Monate war die Frist, die sich das Cabildo
gesetzt hatte, als die Maschinen zum ersten Mal in die Lavaströme fuhren, um zu
versuchen, La Laguna wieder mit Las Norias zu verbinden. Eine Frist, die
verkürzt deutlich wurde. Diese Strecke, von fast 3km, wird in zwei Richtungen,
durchgehend und ohne Einschränkungen für die Art der Fahrzeuge, zwischen 6:30
und 22:00 Uhr geöffnet. Das Tempolimit wird auf 20 km/h festgelegt und die
Straße wird ständig überwacht. Ein Verlassen der Fahrzeuge ist strengstens
untersagt.
Es
kann zu Verzögerungen durch Bauaktivitäten und -fahrzeuge kommen

12.07.2022
Es
fehlen Wohnungen und Häuser
Eines der dringendsten Probleme, nach dem Vulkanausbruch, die evakuierten
ehemaligen Bewohner alle mit einer Wohnung zu versorgen, konnte noch nicht
zufriedenstellend gelöst werden. Nach Angaben des Cabildo La Palma, sind heute
noch 228 Vulkan Evakuierte in Hotels untergebracht. 130 im Hotel Teneguía
Princess, 61 Personen im Hotel Taburiente H10 und 37 Personen im Hotel Valle de
Aridane.
Die vielen Evakuierten, die vorübergehend bei Verwanden und Freunden
untergekommen sind, nicht mitgerechnet. Trotz aller Bemühungen mit
Containerwohnungen, Holzhäusern und die Fertigstellung von Rohbauten wird uns
diese Frage noch über Monate beschäftigen.
Die staatliche Visocan mit Sitz in Gran Canaria hat jetzt einen Komplex mit
40 Wohnungen in Breña Baja (Ostseite) für Vulkanopfer erworben. Bei der
Immobilie handelt es sich um ein fast fertiggestelltes Gebäude im Bereich der
Finca Amado II in La Polvacera, Breña Baja. Mit einer Investitionssumme von 2,1
Millionen Euro wurde bereits mit der endgültigen Sanierung der Wohnungen
begonnen.

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Monaten mit einer Gesamtinvestition
von 12,2 Millionen Euro folgende Wohnungen erworben: Fuencaliente 5 Wohnungen,
Tazacorte 66 Wohnungen, Los Llanos de Aridane 38 Wohnungen und jetzt Breña Baja
40 Wohnungen.
Es gibt leider auch etwas weniger erbauliche Behausungen, zwar nur als
temporäre Entlastung geplant, aber warum gestaltet man das Drumherum nicht
etwas ansprechender, auch im Hinblick auf eventuelle Weiterbenutzung im
Tourismus oder auch als preiswerte Dauervermietungsmöglichkeit? Ich finde, DAS
sieht furchtbar aus und ist für die Vulkangeschädigten ein weiterer Tiefschlag,
egal, wie lange sie darin hausen müssen. Warum plant man von vornherein ein,
dass alles in 4 oder 5 Jahren wieder abgerissen wird. Würde man diese
Notunterkünfte so anlegen, dass spätere Erweiterungen und Umgebungs- bzw.
Gartengestaltung möglich wären, könnten sich sicher viele junge Familien damit
anfreunden. SO wird es nur eine unnötige Verschwendung, sicher auch von
Spendengeldern.

27.05.2022
Die
anfängliche Euphorie ist verflogen –
Manfred Betzwieser

Straßenbau
- Wiederherstellung
Die Wiederherstellung einer Straßenverbindung über den 8 Kilometer breiten
Lavastrom stößt erwartungsgemäß auf Schwierigkeiten und kommt nur langsam
voran.
Immer wieder treffen die Baufahrzeuge auf bis zu 500° C heißen Lava-Untergrund
in nur wenigen Zentimetern unter der Baggerschaufel. Auch bis zu 9 Meter tiefe
Barrancoeinschnitte, die erst aufgefüllt werden müssen, machen die Arbeit nicht
gerade leichter. Je nach Windrichtung treten auch noch hohe Gasbelastungen auf.
Gearbeitet wird von der Südseite von Todoque bzw. Las Norias her und von La
Laguna von der Nordseite des Lavastroms. Auch wenn es zunächst nur eine
einspurige Piste werden soll, verzögert sich die Wiederherstellung der
Verbindung. Die geplante Fertigstellung Ende Mai/ Anfang Juni wird so nicht
einzuhalten sein.
Die zusätzlich Alternative einer Pistenverbindung über den Fran Santana Weg
hoch in den Bergen, der nach Jedey führen soll, wird Ständig durch eine zu hohe
Schwefeldioxidbelastung unterbrochen.
Die anfänglich schnellen Bauerfolge über kurze Strecken und flache
Lavaflächen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass bis zu 50 Meter hohe
Lavaströme eine ganz andere Herausforderung bringen und erst die Zeit und das
langsame Abkühlen eine sinnvolle und gefahrlose Weiterarbeit ermöglicht.
Wiederherstellung
von Ersatzwohnungen verläuft mühsam
Ganz anders sieht es mit dem Bau oder Aufstellen der zugesagten
Fertighäuser und Container für die Evakuierten aus. Von den vollmundig von der
Politik versprochenen schnellen 120 Unterkunftsmöglichkeiten sind, 8 Monate
nach der Evakuierung, erst ein Bruchteil aufgestellt und bezogen worden. Der
Frust und die Wut der immer noch in Hotels untergebrachten Evakuierten ist
verständlich. Hier sind es keine vulkanischen Einflüsse, sondern die Planung
und langsame Bürokratie und vielleicht Lieferschwierigkeiten der Hersteller,
die den Prozess lähmen.
Eigeninitiative ist die einzige und schnellere Möglichkeit an geeigneten
und bezahlbaren Wohnraum zu kommen. Obwohl das in der derzeitigen Situation
schwierig ist und viele Betroffene ortsbezogen sind und weiter im Aridanetal
leben möchten, haben einige inzwischen Unterkünfte im Norden der Insel
gefunden.
Beihilfe
für Eigentümer von Zweitwohnungen
Der Stadtrat von El Paso ist die erste öffentliche Verwaltung, die
Eigentümern von Zweitwohnungen oder anderen Immobilien, die nicht als
Hauptwohnsitz bestimmt sind und durch den Ausbruch des Vulkans Cabeza zerstört
oder in Mitleidenschaft gezogen wurden, Beihilfen gewährt.
Es können Eigentümer, die infolge des Ausbruchs eine Verringerung ihres
Einkommens aus ihrer Arbeit oder beruflichen Tätigkeit erlitten haben, von
dieser Hilfe profitieren.
Die Hilfen richten sich auch an Menschen, die, nach fachlicher Einschätzung
des Sozialdienstes der Stadtverwaltung, von sozialer Ausgrenzung bedroht sind.
Der zu erhaltende Betrag wird anhand einer Skala festgelegt, wobei ein
Höchstbetrag von 800 Euro zur Deckung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Hygiene,
Strom und Wasser usw.) und der Kauf von Grundbedarfsartikeln oder Sehhilfen
gewährt wird.
13.02.2022
Wie
sieht der Plan für den wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau auf La Palma
nach dem Vulkan aus?
Der Wiederaufbauplan kann nicht die Summe isolierter Initiativen und
Projekte aus jedem Sektor sein. Es ist wichtig, eine allgemeine Planung zu
haben, die dem Inselmodell, auf das wir uns zubewegen wollen, Form gibt und in
der sektorale Projekte die Teile sind, die wie ein Puzzle zusammenpassen, um
dieses neue Inselmodell zu gestalten, in dem Bewusstsein, dass wir uns in einem
kleinen, vielfältigen und fragilen Inselökosystem bewegen. Eine
Charakterisierung des Inselraums aus der Perspektive eines Entwicklungsmodells
für die Zukunft, das es uns erlaubt, die Herausforderungen des Klimanotstands
und der Gesundheits- und Wirtschaftskrisen anzugehen, und vor allem eine neue
Kultur des Territoriums, die das vulkanische Risiko in Betracht zieht, wenn wir
die Phase der städtischen Eruptionen im historischen Vulkanismus begonnen
haben.
Deshalb stellen wir die Frage nach der Ausrichtung des wirtschaftlichen und
sozialen Wiederaufbauplans. Denn wenn wir viele Millionen Euro durch isolierte
Initiativen verwalten, ohne sie in den Kontext der Insel zu stellen, laufen wir
Gefahr, beim "Mehr vom Gleichen" zu bleiben und verpassen die
Gelegenheit, die Insel zu verändern und die Vulkankrise in Chancen für die
Zukunft zu verwandeln.
Doch vor allen anderen Aspekten müssen zunächst die dringenden Bedürfnisse
der vom letzten Ausbruch in Cumbre Vieja direkt betroffenen Bevölkerung erfüllt
werden. Die Öffnung der notwendigen Kommunikationswege über die Lavaströme und
die Kanalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten. Dabei darf nicht vergessen
werden, dass der komplexe Prozess der Krisenbewältigung mit Transparenz und
Information erfolgen muss, und zwar direkt mit denjenigen, die am meisten unter
dieser Tragödie gelitten haben.
Danach oder parallel dazu müssen wir festlegen, wie wir die Intervention
mit den erhaltenen wirtschaftlichen Ressourcen aus einer breiteren Perspektive
in den verschiedenen Wirtschaftssektoren angehen. Werden wir punktuelle und
isolierte Maßnahmen im Primärsektor, im Tourismus, im Baugewerbe, in der
Energie- und Wasserwirtschaft usw. durchführen, mit dem Ziel, die Situation vor
dem Vulkanausbruch wiederherzustellen, oder blicken wir über den Tellerrand
hinaus und in die Zukunft und nutzen die Umstände der Vulkankrise, um sie in
eine Reihe von Chancen zu verwandeln, die die Wirtschaft diversifizieren und
Wohlstand und lokale Arbeitsplätze schaffen?
Wenn wir uns für die zweite Option entscheiden, müssen wir die alten, in
der Politik des Gebiets und seiner Ressourcen verwurzelten Trägheiten ändern.
Ohne Veränderung gibt es nichts zu tun, denn wenn man will, dass sich etwas
ändert, muss man aufhören, dasselbe zu tun. Der Wunsch nach Veränderung reicht
nicht aus; es bedarf auch eines starken politischen Willens, über den
weitgehend Einigkeit herrscht, damit die Mittel zur Verfügung stehen, denn
andernfalls sind es nur Ausreden, die wir finden. Denn hier geht es nicht um
persönlichen Protagonismus oder den einer bestimmten Organisation. Es geht um
die Bewältigung der größten Krise, die La Palma in seiner Geschichte erlebt
hat, und das allgemeine Interesse der Insel muss über allen anderen
Überlegungen stehen.
Bei der Verwaltung der öffentlichen Mittel ist eine kontextbezogene
Orientierung zur Optimierung der Investitionen unabdingbar, denn wir prägen das
Bild eines Inselraums in einer Zeit, in der wir uns der Herausforderung der
Klimakrise stellen müssen, inmitten einer Gesundheitskrise, die uns nicht
verlassen will, und obendrein mit einer Wirtschaftskrise, die seit 2008 nicht
aufgehört hat, die Ungleichheiten, die Armut und das Risiko der sozialen
Ausgrenzung zu vergrößern.
VORSCHLÄGE
FÜR DEN VERLAUF DES WIEDERAUFBAUPLANS NACH DEM VULKAN
Deshalb haben wir uns zu Beginn dieses Artikels die Frage gestellt, in
welche Richtung der Plan zur Bewältigung der durch den letzten Vulkan in Cumbre
Vieja verursachten Schäden gehen soll. In diesem Sinne erinnern wir uns an das
Sprichwort, dass "ein Segelboot, das ziellos segelt, nie den Wind im
Rücken hat". Und dieses Risiko besteht auch bei den Investitionen, die
nach dem Ausbruch im Aridane-Tal getätigt werden sollen. Denn das ist der Modus
Operandi der öffentlichen Investitionen auf den Inseln, das Fehlen einer
sektoralen Planung wie im Fall der Energie, wo La Palma und die meisten Inseln
keine speziellen territorialen Pläne für die Energieinfrastruktur haben. Es
scheint unglaublich, aber es ist, was es ist: Eine schwere
Verantwortungslosigkeit, dass ein so wichtiger Sektor für die gesamte
Wirtschaft diese Mängel in der Planung aufweist.
Es muss Kriterien geben, an denen sich die Investitionen des
Wiederaufbauplans nach dem Vulkan orientieren, und diese wiederum sollten auf
der Grundlage des Inselmodells festgelegt werden, das wir uns für die Zukunft
von La Palma wünschen. Jetzt haben wir die Gelegenheit, der Insel eine
Identität zu geben, wie es César Manrique in seiner Zeit auf Lanzarote getan hat,
und niemand bezweifelt, dass dieses Inselimage zur Wirtschaft von Lanzarote
beigetragen hat. Ich will damit nicht sagen, dass wir die Insel Lanzarote
imitieren müssen. Wir alle müssen unser eigenes Inselimage definieren.
In unserem Fall müssen wir über die "Isla Bonita" hinausgehen,
die auf den Werten des natürlichen Erbes beruht, die eine vielfältige
Landschaft und ihre natürliche Schönheit ausmachen.
Febrero 2022
Antonio Cabrera