29.08.2025

Kanaren-Migration: Boot kentert – bis zu 87 Menschen tot

 

Ein Flüchtlingsboot auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln ist vor Mauretanien gekentert. Von 100 Menschen an Bord konnten bisher nur 17 gerettet werden. Wann werden sie es begreifen?

 

 

19.05.2025

Migrantenkrise

Ein komplexes geopolitisches Phänomen

(gefunden auf „La Palma News“)

 

In den letzten Jahren hat die Zahl der Migranten und Asylsuchenden, die von Westafrika aus die gefährliche Überfahrt zu den Kanarischen Inseln wagen, erheblich zugenommen. Hinter dieser Migrationsbewegung verbirgt sich ein vielschichtiges Zusammenspiel aus wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren, das weit über individuelle Schicksale hinausgeht. Dabei steht die Kanareninsel El Hierro im Brennpunkt. La Gomera und La Palma sind nur Zaungäste. Auch wenn im Moment der Migrantenzustrom allein auf den Kanaren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34,4 Prozent sank (-10.800 Migranten), ist das Problem damit nicht gelöst. In Kürze wird es wieder, bei nicht geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, auf neue Höchstwerte anschwellen. Die Fluchthilfe kostet 1500 bis 2000 Euro pro Person, mit bis zu 150 Emigranten an Bord.

 

Die politischen Medienjubelschreie sind nur Augenwischereien. Dabei ist das Ziel der meisten Migranten nicht die Kanaren oder Spanien, sondern die wohlhabenden Staaten wie Deutschland, Schweden usw. Die Kanaren und speziell die Nachbarinsel El Hierro sind nur das Einfallstor zur EU. Wer profitiert wirklich? Obwohl einige Emigranten auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, zeigt eine kritische Betrachtung, dass bestimmte Akteure indirekt von dieser Situation profitieren. Schleusernetzwerke, oft im Verbund mit kriminellen Organisationen, verdienen Millionen durch Menschenhandel. Auch gierige Politiker einiger Staaten haben ihre Finger im Spiel. Zudem scheinen einige europäische Länder – sei es durch unzureichende Grenzkontrollen oder durch strategische Partnerschaften – wenig Interesse daran zu haben, die Fluchtursachen effektiv zu bekämpfen.

 

Die Ausgangsländer Marokko, Mauretanien oder der Senegal sind sichere Länder, wo keine politischen oder religiösen Verfolgung droht oder die Menschenrechte in Gefahr sind. Es sind zu 95 Prozent Wohlstands-Emigranten, die nicht unter den EU-Asylschutz fallen. Warum wird diese "Flucht" nicht wirksam eingedämmt?

 

Trotz zahlreicher Berichte über Menschenrechtsverletzungen und katastrophale Bedingungen auf den Fluchtrouten bleibt eine konsequente Unterbindung der Migration aus Westafrika aus. Verantwortlich dafür sind vielfältige Faktoren: mangelnde politische Willenskraft, unzureichende Zusammenarbeit zwischen europäischen Ländern und afrikanischen Staaten sowie eine Politik der Abschottung, die nur Symptome behandelt, statt Fluchtursachen anzugehen.

 

Die genauen Hintergründe bleiben indes nebulös. Geld und Umsatz spielen aber eine große Rolle. Ob es die Millionen Euro aus Brüssel oder Madrid für die Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, Seenotretter, Lebensmittel- oder Cateringunternehmen, Vermieter von Wohnheimen, Fähr- und Flugunternehmen oder andere örtliche Betriebe sind - alle profitieren.

 

Europa präsentiert sich häufig als Retter in der Not – doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein anderes Bild. Die Flüchtlingspolitik ist geprägt von innerer Abschottung, halbherzigen Grenzschließungen und löchrigen Asylgesetzen. Gleichzeitig werden wirtschaftliche Interessen in Afrika kaum ernsthaft verfolgt, um nachhaltige Entwicklung und Stabilität zu fördern. Stattdessen bleibt die Migration ein lukratives Geschäft für Schleuser und eine Herausforderung für humanitäre Prinzipien. Die Folgen für die betroffenen Menschen: Hoffnungslosigkeit und Ausbeutung

 

Diejenigen, die fliehen, geraten in eine Spirale aus Gefahr, Armut und Ausbeutung. Viele verlieren ihr Leben auf dem Meer oder landen in prekären Lagern ohne Perspektive. Das System begünstigt eine Situation, in der Migranten kaum Schutz finden und ihre Notlage ausgenutzt wird – während diejenigen profitieren, die diese Ströme steuern und/oder davon finanziell profitieren.

 

Die Bevölkerung vieler EU Länder ist nicht mehr bereit und Willens dem tatenlosen Treiben der Verantwortlichen zuzuschauen und orientieren sich politisch um. Sie haben kein Interesse ihre Innenstädte weiter zu Gettos und Multikulti-Zentren "verkommen" zu lassen und selbst nur noch als Minderheit oder Randerscheinung ihr weiteres Leben zu verbringen. (ob z.B. Front-National oder AfD brauchbare Alternativen sind, ist ziemlich unwahrscheinlich)

 

Die Flüchtlingsbewegungen zwischen Westafrika und den Kanaren sind kein Naturereignis, sondern das Ergebnis politischer Versäumnisse und wirtschaftlicher Interessen. Duldung oder Stillschweigen können dieses explosive Pulverfass nicht entschärfen. Es ist höchste Zeit für eine ehrliche Debatte über Fluchtursachenbekämpfung, faire Lastenverteilung innerhalb Europas sowie nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika. Nur so kann langfristig verhindert werden, dass diese Tragödien weiterhin als profitable Geschäfte genutzt werden – zum Nachteil aller Betroffenen.